Respekt und Anstand

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Respekt und Anstand

Anstand und Respekt - tja, wo sind denn diese zwei kurzen Worte in der heutigen Zeit geblieben?! Gibt es diese Werte überhaupt noch oder ist das total oldschool? Ist es heute wirklich so wie es ist und jeder schaut grad in erster Linie nur noch für sich selber?

Wie geht es dir damit und wie gehst du damit um? Werde ich langsam alt und sehe alles sehr eng oder gibt es noch mehr Menschen denen diese Wenigkeit fehlt?

Kann man Respekt und Anstand definieren

Gibt es überhaupt Richtlinien, was genau Anstand und Respekt ist oder ist das schlicht eine Auffassungssache? Werde ich selber je älter desto kleinkarierter oder sind das ganz normale Zeiterscheinungen? Da es mich immer mehr stört, will ich meine Gedanken mitteilen und bin gespannt wie du das siehst.

Gerne erinnere ich mich daran zurück als meine Tochter noch klein und in der Schule war. Wiedermal bekam sie ein Zeugnis und wir besprachen dieses zuhause. Ich erklärte ihr damals, dass ich weniger an den besten Noten interessiert bin. Hingegen würden mich die unteres drei "gut" viel mehr beschäftigen.

Bei uns in der Schweiz sind oben die Noten für die Fächer und unten gab es damals, drei Auflistungen mit Betragen etc. Ich erklärte ihr damals, dass man nicht in allen Fächern beste Noten haben muss. Aber man MUSS lernen, dass man immer im Leben zu seinem Umfeld anständig ist und jeden mit Respekt behandelt.

Das verstand sie natürlich damals noch nicht wirklich, heute weiss sie wovon ich spreche.

Anstand und Respekt sollten Schulthemen sein

Nachdem wir ja in der Zwischenzeit wissen, dass unsere Schulsysteme längst überholt sind, sollte man dieses Fach einführen. Leider haben sehr viele Menschen diese zwei Worte aus dem Wortschatz verbannt. Wie sollen jetzt Kinder wissen, was das heisst, wenn die Eltern schon weit davon entfernt sind?

Früher hiess es gerne, dass Kinder jedem Besuch die Hand geben müssen zur Begrüssung. Auch bei mir galt dies noch und das sehe ich heute einwenig anders. Wenn ein Kind nett hallo sagt, reicht das voll und ganz.

Genau wie wir Erwachsenen haben auch Kinder ihre Sympathien und Antipathien. Auch ich gebe heute nicht mehr gerne allen Menschen die Hand zur Begrüssung und küssen tu ich schon länger nur ausgewählte, wenige Personen.

Ich mag auch nicht jeden und muss es auch nicht, genau so sollen auch Kinder selber entscheiden dürfen. Ich mag es einfach generell nicht mehr, wenn mir Leute zu nahe kommen. Aber hallo zu sagen, gehört einfach zu den Anstandsregeln.

Ist es einfacher, wenn Kinder tun was sie wollen

Nicht umsonst heisst es, was Kinder bis sechs Jahre nicht lernen und vorgelebt bekommen, lernen sie nie mehr. Hier spreche ich jetzt nach meiner Meinung nach von ganz alltäglichem.

Wieso müssen Kinder ein Restaurant zum Spielplatz umfunktionieren und zwischen dem Personal herumrennen? Ist es salonlike, dass Kinder in ÖV's auf einem Sitz hängen und die Füsse auf der zweiten Sitzgelegenheit haben, während andere Mitfahrer stehen müssen?

Sind wir wirklich so weit, dass man einem Kind etwas schenkt und nicht einmal ein Danke kommt? Dass ich jemanden etwas frage und keine Antwort bekomme? Wenn ich jemanden anrufe wegen einem technischen Problem und sich die Firma nicht einmal zurückmeldet?

Was ist denn die Lösung?

Da ich mich ja immer wieder und schon sehr lange intensiv mit den Resonanzgesetzen beschäftige, ist mir die Lösung eigentlich sonnenklar. Solange es mich nicht wirklich persönlich betrifft und stört, stecke ich es einfach zu Seite.

Bin ich jedoch wie schon oben erwähnt im Restaurant und diese unerzogenen Kinder nerven mich, dann äussere ich mich auch ganz klar. Und in den meisten Fällen ist das Problem mehr oder weniger erledigt.

Bei dieser Geschichte wurde ich im ersten Moment giftig gefragt, ob ich ein Kinderhasser sei? Nein, überhaupt nicht, ich mag Kinder sehr gerne. Aber ich mag keine unerzogenen Gören, die mir im Restaurant beim Herumrennen an den Haaren ziehen und einen Lärm machen, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.

Klar und deutlich zu seinen Anliegen stehen

Ich denke, dass das in der heutigen Zeit das grösste Problem ist! Die Menschen regen sich fürchterlich ab vielem auf, aber tun nichts. Wenn mich etwas wirklich stresst, kommuniziere ich das und dann ist es wieder erledigt.

Wenn ich das nicht tue, schleppe ich diese schlechten Vibes ewig mit mir rum und ich ärgere mich noch Wochen später. Ich denke, dass dies auch ein Stück weit damit zu tun hat, dass man sich selber treu ist. Dass man zu sich und seinen Bedürfnissen steht!

Wie sagt man doch so schön, "c'est le ton qui fait le musique", oder nicht? Wenn ich beim Beispiel oben, ruhig und bestimmt dem Kind erkläre, was ich meine verstehen es das, meist besser als die Eltern;-).

Gerade wenn es sich um einen Konflikt mit den Nachbarn handelt, funktioniert es ziemlich ähnlich. Auch wenn die Nachbarn egoistisch und rücksichtslos sind oder scheinen, wirken ein paar bestimmte Worte Wunder.

Anstelle, dass ich mich täglich nerve und schlussendlich eine neue Wohnung suche, bringt doch meist ein klärendes  Gespräch mehr. Vielleicht scheinen sie anstand- und respektlos, wissen dies aber gar nicht.

Ich hatte mal so eine Nachbarin, die hat mir irgendwann voll wütend an den Kopf geschmissen, dass ich doch auch mal die Läden leiser öffnen könne. Keiner Schuld war ich mir bewusst und tatsächlich beim nächsten Mal fiel es mir auf, dass es wirklich an der Wand klopfte. Nie hatte ich mich geachtet und ab dem Tag gab ich mir alle Mühe dies zu ändern.

Muss einer erst wutentbrannt ausflippen, wenn es quasi zu spät ist? Ein nettes aufmerksam machen schon viel früher, wäre doch viel besser gewesen.

Warum trennen sich so viele Paare erst, wenn sämtlicher Respekt und Anstand weg sind? Akzeptiert man wegen Angst vor was auch immer alles und es eskaliert dann irgendwann total? Kann man nicht gemeinsam einen Weg für beide finden, dass eine "tote Liebe" für beide erlöst wird?

Tja, da bin ich jetzt auf deinen Kommentar gespannt! Siehst du das Thema auch so oder bin ich überspannt?

Zauberhafte Grüsse und bis bald

Deine Monika