Heimatlos im Herz - Die Kisten werden abgeholt, unser "Leben" geht auf Reise

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Heimatlos im Herz...

Bestimmt wundert ihr euch, dass hier so lange ruhig war... Wir sind umgezogen, mit allem drum und dran.

Die Vorfreude war schon lange riesig und doch ging schlussendlich alles ans Gemüt. Da mein Schatz Baumeister ist, hing er schon während Monaten über Plänen, bis tief in die Nächte wurde gezeichnet und praktisch gedacht. Sein Business lief  während der ganzen Zeit weiter und an ausschlafen war nicht zu denken. Mit kleinen Augen sass er am Morgen bei seinem Kaffee, die Gedanken schon wieder bei den Plänen und Ideen.

Das Leben verpacken...

Mein Part in der ganzen Geschichte war unser Leben zu verpacken und unnötiges und überflüssiges gleich daraus zu verbannen.

Dann ging es halt irgendwann los und die erste Kiste war voll, wurde beschriftet und verschlossen. Damit ja kein Stress entsteht am Schluss, hatte ich bewusst genug früh begonnen. Vernünftig natürlich, nicht immer sehr beglückend im Moment.

Standen doch über Wochen immer mehr Kisten rum, das Leben immer mehr in Kartons. Unsere gemeinsamen Leidenschaften wurden immer weniger sichtbar, unser Zuhause hätte in der Zwischenzeit jedem gehören können. Die Seele des Heims fehlte immer mehr...

Vorfreude pur...

Trotz allem wuchs die Vorfreude immer mehr! Jeden Abend (vielfach schon bei Dunkelheit) machte sich mein Schatz auf ins neue Heim. Alles kontrollieren und mir Fotos schicken vom neusten Stand.

Täglich das neuste Wachsen zu sehen, eine wahre Freude. Das was schwand im alten Heim, wuchs dafür im Neuen. Die Hülle bekam täglich neues Leben, unser Leben. Alles durfte entstehen, was über Monate nur auf Papier festgehalten war. Die Wände bekamen immer mehr eine Seele, Lebenshauch...

Beziehungsstress während der letzten Bauphase

Eines Tages fragte mich eine Freundin: Und wie geht es euch zwei, alles ok? Ja klar, wieso auch nicht? Sie hätte von so vielen Beziehungen gehört, die während einer Hausbau-Phase in die Brüche gehen würde. Diese Frage beschäftigte mich doch gleich einen Moment.

Nein, so war es bei uns auf keinen Fall - im Gegenteil!

Irgendwie schien es, dass unsere Liebe täglich noch mehr wachsen durfte. Das Haus selber war ein langer Traum von meinem Schatz, der täglich mehr in Erfüllung ging. Sehr müde, aber bis in die letzte Haarwurzel zufrieden, so würde ich ihn im Nachhinein beschreiben.

Seine leuchtenden Augen zu sehen, wenn er am Abend spät von den neusten Entwicklungen berichtete, öffnete täglich mein Herz neu für ihn. Einerseits ein riesiger Stolz was er für UNS auf die Beine stellt, andererseits unendliche Liebe für sein SEIN in meinem Leben erfüllt mich. DAS ist für mich LIEBE, bedingungslos und einfach so wie sie ist - riesig!

Immer mehr heimatlos...

Die Heimatlosigkeit nahm bedenklich seinen Lauf...

Täglich war weniger von unserem Leben sichtbar, unsere Leidenschaften in Kisten verpackt -  bereit für ein neues Leben. Vermutlich war es genau dieses Gefühl, das mir am Schluss so sehr zu schaffen machte. WO bist du zuhause, bist du überhaupt noch irgendwo zuhause?!

Wie fühlen sich Menschen die nie ein Zuhause hatten, die ihr Zuhause durch unglückliche Umstände für immer verlieren? Die durch traurige Umstände ihr Zuhause verlassen müssen? Denen das Zuhause von irgend jemandem genommen wird? Das neue Zuhause an einem kalten Bahnhof, das ganze Hab und Gut in einem Einkaufswagen...

Klar, das sind extreme Situationen - Gedanken die ich mir so in meinem Leben noch nie gemacht hatte und plötzlich waren sie da. Ich fühlte mich nirgendwo mehr zuhause, unsere beiden Hunde ebenfalls nicht. Mehrmals lud ich mich bei meiner Schwägerin in der Nähe zum Kaffee ein, ich brauchte das Gefühl eines Zuhauses! Sie nahm mich auf und eine kurze Zeit stimmte es wieder in meinem Leben...

Tag X ist gekommen

Die Kisten werden abgeholt, unser "Leben" geht auf Reise,  zwei Dörfer weiter.

Mit jedem Möbelstück und jeder Kiste kommt unser Leben an. Täglich finden unsere Leidenschaften ihren Platz, werden wieder umgestellt und mit Liebe platziert. Alle kleinen Sachen, die nach überflüssiger Dekoration aussehen, sind unsere Vergangenheit. Jede Büchse hat ihre Geschichte, jedes Automodell eine Story.

Den Räumen wird Leben und Liebe eingehaucht, eine große, starke und noch mehr gewachsene Liebe.

Natürlich war eine der ersten Tätigkeiten das Haus auszuräuchern und zu segnen. Etwas das in unserem Leben ganz selbstverständlich ist, das einfach dazu gehört. Die Unzufriedenheit gewisser Arbeiter, schlechte Emotionen aus der Erde - es gibt ganz vieles das möchte man nicht in den Räumen.

Ankommen im Paradies

Unsere Liebe ist im Paradies angekommen, so werden Lebensträume wahr und es darf Neues entstehen. Und da ist sie doch wieder, bereits in einem eigenen Blog erwähnt - die große Dankbarkeit! Dankbar für unsere große Liebe, unser wunderschönes Zuhause, das Ankommen bei sich selber - wo auch immer!

Gefühle die man fast nicht in Worte fassen kann, ein Glück für das es keine Worte gibt. Eine Liebe die noch gekrönt wird von einer Oase für die Seele...

Zauberhafte Grüsse und geniesst euer Zuhause bei dem Wetter gerade noch mehr!

Deine Monika